Bildungssprache ist eine Zusammenstellung kluger Wörter, die sich über Jahrhunderte hinweg im Deutschen herausgebildet haben und von gebildeten Menschen sowie akademisch geschulten Schichten verwendet wird. Diese mit bestimmten Begriffen angereicherte Sprache ist typisch für Intellektuelle, Professoren und Ärzte, aber auch Journalisten und Schriftsteller greifen auf sie zurück.
Bildungssprache ist eine Zusammenstellung kluger Wörter, die sich über Jahrhunderte hinweg im Deutschen herausgebildet haben und von gebildeten Menschen sowie akademisch geschulten Schichten verwendet wird. Diese mit bestimmten Begriffen angereicherte Sprache ist typisch für Intellektuelle, Professoren und Ärzte, aber auch Journalisten und Schriftsteller greifen auf sie zurück.
Im Duden stehen sie. Im Gespräch taucht keines davon auf. Das ist der Kern dieser Sorte Wörter. Sie tragen das Etikett »bildungssprachlich«, aus dem aktiven Wortschatz sind sie aber weitgehend verschwunden.
Manche sind einfach nur selten geworden, andere sind praktisch tot. Benutzt werden sie nicht mehr, erkannt oft auch nicht. Es sei denn, man sieht sie in einer Liste wie dieser hier …
Alte Redewendungen benutzen wir täglich, ohne zu ahnen, was wir da eigentlich sagen. Wir lassen Leute im Stich, ziehen sie über den Tisch und bieten ihnen Paroli. Wir riechen Lunte, schlagen über die Stränge und machen uns aus dem Staub.
Klingt vertraut. Aber was ist ein Stich? Was sind Stränge? Und was hat Lunte mit Riechen zu tun? Die Antworten führen ins Mittelalter, in Turnierplätze, Badehäuser, Werkstätten und Gerichtssäle. Hier sind 21 Wendungen, deren Herkunft die meisten nicht kennen.
Bildungssprache in der Oberstufe ist kein Schmuck, sondern Handwerkszeug. Wer eine Erörterung schreiben will, eine Textanalyse abliefern soll oder mündlich argumentieren muss, braucht Wörter, die mehr können als die Alltagssprache. Nicht um anzugeben. Sondern um präzise zu sagen, was man meint.
Hier sind 59 ausgesuchte Begriffe, die in Klausuren, Präsentationen und Seminararbeiten immer wieder auftauchen.
Bildungssprache begegnet Zeitungslesern auf jeder Seite. Im Feuilleton der FAZ, in den Leitartikeln der SZ, in Kommentaren und Rezensionen. Wer solche Texte liest, stößt auf Wörter, die man irgendwie kennt, aber nicht immer sicher verwenden würde. Jedenfalls nicht, ohne vorher kurz nachzudenken.
Hier sind 59 Begriffe, die in anspruchsvollen Zeitungstexten besonders häufig vorkommen. Sie zu lernen, lohnt sich.
ChatGPT hat nicht nur verändert, wie wir arbeiten. Es verändert auch, wie wir sprechen und schreiben. Und das ist messbar. Bestimmte Wörter tauchen seit dem Start von ChatGPT Ende 2022 deutlich häufiger auf, nicht nur in Texten, sondern auch im gesprochenen Wort. In Podcasts, in Vorträgen, im Alltag.
Was bedeutet das für uns und unsere Sprache? Für deinen Schreibstil? Für den Unterschied zwischen menschlich und maschinell? Und was hat das alles mit Bildungssprache zu tun? Hier sind die Antworten.
Als ChatGPT-Wörter gelten Begriffe, die seit der Veröffentlichung von ChatGPT Ende 2022 in Texten und gesprochener Sprache auffällig häufiger vorkommen. Im Englischen sind das vor allem »delve«, »intricate«, »pivotal«, »crucial« und »comprehensive«. Im Deutschen zählen Formeln wie »in der heutigen digitalen Welt«, »nahtlos«, »ganzheitlich« oder »robust« dazu. Die Häufung gilt als sprachlicher Fingerabdruck großer Sprachmodelle.
Latein ist tot. Altgriechisch auch. Sagt man. Aber was wäre, wenn du heute Abend mit Caesar über die Iden des März plaudern könntest, auf Latein? Oder mit Sokrates über die Natur des Wissens, auf Altgriechisch? Die KI macht es möglich.
Für Altphilologen, pensionierte Lateinlehrer, Liebhaber der Antike öffnet sich hier eine Tür, die bislang verschlossen war. Denn wer beherrscht schon noch aktiv eine Sprache, die kein Mensch mehr als Muttersprache spricht? Die Vokabeln sitzen vielleicht noch, die Grammatik auch. Aber wann hat man zuletzt ein echtes Gespräch geführt? Nicht über einen Text, sondern in der Sprache selbst.